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CMD - Craniomandibuläre Dysfunktion

Leiden Sie unter Kopf- oder Gesichtsschmerzen ohne erkennbare Ursache? Haben Sie Rücken- Knie- oder Fußschmerzen, und der Orthopäde kommt in der Therapie nicht weiter? Vielleicht haben Sie Ohrgeräusche (= Tinnitus) und waren bereits beim Hausarzt, HNO-Arzt, Orthopäden, Neurologen, Radiologen und niemand findet eine Ursache?



Viel Leid, Kosten und Aufwand könnten erspart werden, wenn rechtzeitig ein in der Behandlung von Funktionsstörungen des Kausystems erfahrener Zahnarzt hinzugezogen würde. Denn es könnte durchaus sein, dass Ihre Beschwerden durch einen Fehlbiss ausgelöst werden. Das heißt nicht immer, dass andere Ärzte überflüssig wären. Aber erst nach entsprechender Diagnose kann das Problem interdisziplinär, also unter Beteiligung mehrerer Fachrichtungen, angegangen werden. Ein Grundverständnis für Ursachen und Zusammenhänge der Craniomandibulären Dysfunktion, so die inzwischen international anerkannte Bezeichnung  der Erkrankung, sollte allerdings bei den zu beteiligenden Therapeuten vorhanden sein.

Was ist CMD?


CMD (= Craniomandibuläre Dysfunktion), wörtlich übersetzt eine „Störung im Schädel- und Kieferbereich“, ist die Bezeichnung für eine Ansammlung von Symptomen wie Schmerzen im Kiefer- und Gesichtsbereich, Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Kiefergelenk- und Ohrgeräuschen, die letztendlich auf einen Fehlbiss oder auch Anspannung und Stress zurückgeführt werden können. Bereits Bisshöhenabweichungen von wenigen tausendstel Millimetern können zu Beschwerden wie Migräne, etc. führen!

Weitere, heute veraltete Bezeichnungen sind:

•    Myoarthropathie
•    Kiefergelenkserkrankungen
•    TMJ-Pain-Syndrom
•    Temporomandibular Disorders
•    Oromandibuläre Dysfunktion
•    Kiefergelenk-Schmerz-Dysfunktionssyndrom
•    Myofaziales Schmerzsyndrom
•    Costen-Syndrom

Wie finde ich heraus, ob ich an CMD leide?


Immer, wenn Ihre Beschwerden trotz Behandlung durch verschiedene Fachrichtungen wie HNO-Arzt, Orthopäde und/oder Neurologe keiner Besserung zugeführt werden können, sollte an eine CMD gedacht werden.

Wurde eine Verlegenheitsdiagnose wie „atypischer Gesichtsschmerz“, „atypische Migräne“ oder „Trigeminusneuralgie“ gestellt, sollten Sie misstrauisch werden und sich auf eine CMD untersuchen lassen.

Sehr sichere Symptome sind Taubheit oder ein Gefühl wie Muskelkater im Gesicht, eher morgens am schlimmsten, Tinnitus und Kiefergelenkgeräusche oder -knacken. Auch nächtliches Knirschen, i. d. R. durch den Partner bemerkt, in Verbindung mit Kopf- oder Gesichtsschmerzen deutet auf Bissprobleme hin.

 

Wie wird CMD in unserer Praxis therapiert?


Wir behandeln CMD-Patienten grundsätzlich unter Beteiligung erfahrener Therapeuten verschiedener Fachrichtungen. Hierzu gehören der Physio- und Manualtherapeut, der Orthopäde und Kieferorthopäde. U. U. werden auch Augenärzte, Logopäden, Neurologen, Radiologen und Schmerztherapeuten hinzugezogen. Diese werden individuell passend zu Ihrem Beschwerdebild ausgesucht.

Ziel der interdisziplinären Behandlung ist das Finden und dauerhafte Stabilisieren einer neuromuskulär definierten entspannten Bissposition, die durch den beweglichen Unterkiefer vorgegeben wird. Hierzu führen wir als CMD-Spezialist eine spezielle Untersuchung, die so genannte manuelle Funktionsdiagnostik, durch. Kiefergelenke, Muskulatur, Zähne und Zahnhalteapparat, also das gesamte Kausystem, aber auch die Halswirbelsäule werden untersucht.

Mit Hilfe der so genannten instrumentellen Funktionsdiagnose wird der Schädel vermessen und die Kieferrelation zueinander untersucht. Spezielle Registratschablonen und Kausimulatoren sind hierfür erforderlich und ermöglichen so die individuelle schädelbezügliche Registrierung ins Dentallabor zu übermitteln.

 


Von besonderem Interesse ist hier die Position des Kiefergelenks zur Schädelbasis und dem so genannten Diskus, einer Knorpelstruktur zwischen Gelenk und Gelenkgrube (s. roter Pfeil).

Bei Auffälligkeiten wird ein MRT (= Magnetresonanztomogramm) der Kiefergelenke veranlasst.

 


Im nächsten Schritt werden die Hindernisse, die dem Ziel einer stabilen und entspannten Bissposition entgegenstehen, beseitigt. Dies können störende Zahnkontakte, verspannte Muskeln oder Blockaden der Wirbelsäule sein. Mit anderen Worten: der Körper weiß oftmals genau, wo er den Unterkiefer hin haben möchte, kann diese Position aber nicht einnehmen, weil störende Zahnkontakte oder Muskelverkürzungen dies verhindern.

Äußerst wichtig ist die Untersuchung der gesamten Wirbelsäule, um Blockierungen aufzuspüren. Diese führen zu einer gestörten Statik und damit zu einer Über- und Fehlbelastung der angrenzenden Muskulatur.

 

Eine sehr wichtige, oftmals unterschätzte Rolle spielt das Kopfgelenk. Da sehr wichtige Nervenbahnen physiologisch und anatomisch in direkter Nähe zum Kopfgelenk stehen, ist es erklärbar, dass CMD so breit gefächerte Symptome im Bereich Augen, Ohren, Trigeminus, vegetatives Nervensystem, etc. verursacht, die primär nicht unbedingt damit in Zusammenhang gebracht werden.

Besonders eng ist hier der Zusammenhang mit Unfallfolgen nach Beschleunigungstraumen. Tückisch: Die Folgen zeigen sich oftmals erst nach Monaten und Jahren, so dass Anerkenntnis und Kostenübernahme durch Kassen und Versicherungsträger zum Schaden des Patienten verweigert werden.

Oftmals muss lediglich der Biss (=Okklusion) durch einfache Maßnahmen geändert werden, um Beschwerdefreiheit zu erreichen. Ein Knacken der Kiefergelenke ohne Beschwerden ist rein wissenschaftlich gesehen nicht zu behandeln.

In vielen  Fällen ist es aber notwendig, begleitend die Störungen in der Muskulatur, der Wirbelsäule und der Zahnstellungen zu korrigieren.

Bei umfangreicheren Bissfehlstellungen sind einfache Maßnahmen wie temporäre Eingliederung einer Schiene und/oder vorsichtiges Einschleifen der Zähne nicht mehr ausreichend. Hier muss dann nach Schienenvorbehandlung der gesamte Biss durch prothetische und/oder kieferorthopädische Maßnahmen über Langzeitprovisorien zur Bissstabilisierung und spätere ästhetik- und funktionsorientierte Gesamtrehabilitationen der entspannten Unterkieferposition angepasst werden.

CMD und Psyche


CMD ist oftmals eng mit schädlichem Stress und außergewöhnlichen psychischen Belastungen verbunden. Es ist äußerst wichtig, dies offen anzusprechen. Vielen Patienten ist es zunächst peinlich, wenn wir diesen Bereich in das Therapiekonzept einbeziehen. Das sollte es aber nicht sein. CMD kann sowohl Folge als auch Ursache von psychischen Problemen sein. So ist es völlig normal, wenn nach längerer Leidenszeit mit starken Schmerzen auch die Psyche leidet. Andererseits kann es bei anhaltendem Dissstress (= schädlicher Stress) zu Knirschen, Muskelverspannungen und damit zur bekannten Schmerzproblematik kommen. 

Es ist daher für den Therapeuten und Patienten extrem wichtig zu wissen, ob eine Stressproblematik, egal auf welchem Gebiet vorliegt, um hier Empfehlungen für geeignete Maßnahmen zum Stressabbau geben zu können und evtl. einen Profi auf diesem Gebiet hinzuzuziehen. Wenn Stress Auslöser der CMD ist, so muss hier zuerst angesetzt werden. Die Therapie endet sonst in einer Sackgasse. Oftmals sind weitere komplizierte zahnärztliche Maßnahmen nach professioneller Stressbewältigung gar nicht mehr notwendig.

Über welche Qualifikation verfügt die Praxis?


Dr. Blöcker führt den durch die Zahnärztekammer Hamburg anerkannten Tätigkeitsschwerpunkt „Funktionsdiagnostik und –therapie“. Bereits seit seiner Weiterbildung zum Fachzahnarzt Oralchirurgie beschäftigt sich Dr. Blöcker speziell mit der Wiederherstellung des funktionsgestörten Kauorgans. Er verfügt damit über eine 20-jährige Erfahrung auf dem Gebiet der Kiefergelenkerkrankungen.

Dr. Blöcker ist Mitglied in der führenden Gesellschaft für dieses Fachgebiet, der DGFDT. Permanente Fortbildung auf diesem Gebiet bei national und  international anerkannten Kapazitäten ihres Faches  (Prof. Dr. A. Bumann, Prof. Dr. A. Gutowski, PD Dr. O. Ahlers, G. Groot-Landeweer, etc.) sichert einen gleichbleibend hohen Kenntnisstand und die zügige Umsetzung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse in die tägliche Therapie zu Ihrem Nutzen.

Zahlt meine Krankenkasse die CMD-Therapie?


Leider nein. Ähnlich wie in der Implantologie ist es den Kassen laut § 28, Abs. 4 SGB V durch Ulla Schmidt verboten, funktionsdiagnostische und –therapeutische Leistungen zu erstatten. Nach § 7, Abs. 7 VdAK bzw. § 5 Abs. 4 Primärkassenvertrag werden Sie per Gesetz zum Privatpatienten. Durch lange Zahlungsziele und die Möglichkeit zu Teilzahlungen erleichtern wir Ihnen den Rechnungsausgleich.

Haben Sie Interesse an einer CMD-Diagnostik?
Dann kontaktieren Sie uns!


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